So messen Sie den Trade-Marketing-ROI im Handel
Die meisten FMCG-Marken geben 15 bis 25 % ihres Umsatzes für Trade Marketing aus, doch weniger als die Hälfte kann dessen Rendite präzise messen. Hier ist ein praxisnahes Framework zur Berechnung und Verbesserung des Trade-ROI.
Trade Marketing ist einer der grössten Posten in einer FMCG-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Es ist zugleich einer der am schwierigsten zu messenden. Die meisten Marken wissen ungefähr, wie viel sie im letzten Jahr für Promotionen ausgegeben haben. Nur sehr wenige können Ihnen mit Sicherheit sagen, ob es sich gelohnt hat.
Die Formel für den Trade-Marketing-ROI
Die Berechnung selbst ist unkompliziert:
Trade-ROI = (Inkrementeller Umsatz minus Trade Investment) / Trade Investment x 100
Der schwierige Teil ist die Kennzahl des inkrementellen Umsatzes. Das ist der zusätzliche Abverkauf, der durch die Promotion über die Baseline hinaus erzielt wird – also das, was Sie ohnehin ohne die Aktivierung verkauft hätten. Die Baseline richtig zu bestimmen, ist der Punkt, an dem die meisten Marken Mühe haben.
Ihre Baseline aufbauen
Drei Ansätze werden häufig verwendet:
- Historischer Durchschnitt: Verwenden Sie denselben Zeitraum aus Vorjahren, um den Trend bereinigt. Einfach, aber empfindlich gegenüber Marktveränderungen.
- Kontrollfilialen: Führen Sie die Promotion in einer abgestimmten Gruppe von Filialen durch und belassen Sie eine vergleichbare Gruppe als Kontrolle unaktiviert. Genauer, erfordert jedoch eine sorgfältige Filialauswahl.
- Ökonometrische Modellierung: Trennen Sie den Promotionseffekt mittels Regression von Saisonalität, Distributionsänderungen und Wettbewerbsaktivität. Am genauesten, erfordert aber Data-Science-Ressourcen.
Für die meisten mittelgrossen FMCG-Marken ergibt die Kombination aus historischer Durchschnittsbildung und Kontrollfilialen eine praktikable Baseline ohne hohen analytischen Aufwand.
Häufige Fehler
- Sell-in als Umsatz zählen: Promotionsvolumen, das an das Lager des Händlers geliefert wird, ist keine Verbrauchernachfrage. Verfolgen Sie den Sell-out, wo immer möglich.
- Kannibalisierung ignorieren: Eine Promotion auf eine SKU verlagert oft Volumen von einer anderen in Ihrem Portfolio. Der inkrementelle Nettoumsatz kann deutlich niedriger ausfallen als der Brutto-Uplift.
- Die Warenkosten vergessen: Der ROI sollte auf der Marge und nicht auf dem Umsatz berechnet werden, um ein realistisches Bild der Gewinnwirkung zu erhalten.
Von der Messung zur Optimierung
Sobald Sie den ROI pro Promotion messen können, ist der nächste Schritt die Optimierung: zu verstehen, welche Mechaniken für welche Kategorien und Kanäle am besten funktionieren. Eine gute Trade-Marketing-Plattform ermöglicht es Ihnen, jede Aktivierung mit ihrer Mechanik, ihrem Kanal und ihrem Konto zu kennzeichnen, sodass Sie ROI-Daten in Minuten statt in Wochen auswerten können.